La langue espagnole dans les métropoles plurilingues
modifié le: 2011-06-06
 

Die spanische Sprache in den Stadten des Plurilinguismus

Das Projekt soll Metropolen untersuchen, in denen das Spanische in Kontakt mit anderen Sprachen tritt. Es konzentriert sich auf das 16. und den Anfang des 17. Jahrhunderts und auf drei Handelsstädte: Antwerpen, Sevilla und – eher am Ende des Förderungszeitraums – Amsterdam. Antwerpen ist vor allen Dingen als Druckerstadt von Interesse. Die Bedeutung der in vielen Sprachen druckenden Offizinen in Antwerpen – insbesondere der Presse von Martin Nutius – ist für die Entwicklung unterschiedlicher Volkssprachen bisher nicht gewürdigt. Sevilla hat weder eine Universität noch einen Fürstenhof, ist vielmehr wie Antwerpen ein Handelszentrum, in dem sehr starke ausländische Minderheiten leben: Florentiner, Genuesen, Deutsche, Niederländer. Hier entsteht im zweiten Drittel des 16. Jahrhunderts ein Netz vielsprachiger Literaten, die sich um einzelne Mazene scharen. Ihre Schriften sollen die Bedeutung Sevillas als wirtschaftliches und geistiges Zentrum der Monarchie unter Beweis stellen. Der Fall Amsterdam ist vor allem für den Anfang des 17. Jahrhunderts interessant, denn trotz der unerbittlichen Gegnerschaft zur Krone von Spanien wird Amsterdam damals zu einem der wichtigsten Zentren spanischer Drucke außerhalb der Iberischen Halbinsel. Die kulturellen Konsequenzen der Bedeutung Amsterdams als Handels- und Wirtschaftszentrum (vergleichbar mit Antwerpen im 16. Jahrhundert) sollen untersucht werden.

Mercedes Blanco, Université Paris 4

Lille, 30 avril 2010

 

 
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