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3. Workshop (8. Sept. 2011): Die Sprache des Militärs und die europäischen Sprachen der Renaissance
letzte Änderung: 2011-09-28
 

Organisation: Marie Madeleine Fontaine (Lille 3) und Jean-Louis Fournel (Paris 8, ANR Guerres 16/17)

Langues des pratiques militaires et langues de la guerre (XVe-XVIe siècles)

 

PROGRAMM

 

PLAKAT

 

Die Bezeichnung des sprachlichen Ausbaus ist für die Sprache des Militärs im Europa der Renaissance nicht wirklich angemessen, denn in allen europäischen Ländern hat sich die Sprache des Militärs seit dem Mittelalter bereits gut etabliert, mit den jeweiligen länderspezifischen Besonderheiten und der Einbindung in den Gemeinwortschatz.

Auf Grund der großen Dynamik in den Bereichen, die mit dem Krieg und der Kriegskunst zusammenhängen, werden wir innerhalb eines begrenzten Zeitraums (Ende 15. Jh. - 16. Jh.) die Kontakte und Entlehnungen der einzelnen Sprachen untersuchen. Dabei sollen die Analyse des technischen Fortschritts und die militärische Organisation mit kulturellen und politischen Phänomenen der europäischen Gesellschaften verbunden werden, da diese insgesamt vom Krieg stark beeinflusst waren.

Vielleicht kann man die Natur der Wörter besser bestimmen, die Aufschluss über den Austausch im Bereich der Technik, des Wissens und der neuen militärischen Vorgehensweisen, der Strategien und der Taktik erlauben, sowie der Entwicklung der Ausbildungen und Hierarchien in den Armeen, das Kräfteverhältnis und die aufstrebenden Hegemonien, die Innovationen im Kriegsrecht: alles, was in den Volkssprachen erscheint, hängt zugleich vom Schauplatz des Krieges und von der Gesellschaft, aus denen die Armeen hervorgehen, ab.

Erschwert wird diese Arbeit durch die Tatsache, dass wir für diese Zeit nicht über ausreichend umfangreiche Glossare der Militärsprache verfügen, wie sie etwa im Bereich der Seefahrt vorliegen.

Das Workshop wird sich also darum bemühen, einige Punkte detailliert zu studieren, ohne aus den Augen zu verlieren, dass die Armeen zum großen Teil durch Adlige befehligt werden, und dass die Erziehung somit die beste Vermittlung der Militärsprache ist, dass der militärische Wortschatz auch den Ingenieuren der Renaissance viel verdankt, in allen Bereichen, und dass schließlich die Befehle an die einfachen Soldaten und Händler gerichtet werden mussten, im allgemeinen Analphabeten in allen europäischen Sprachen...



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